Erfassungsprojekte

Sachsenweite Erfassung von Uferschwalbenkolonien

Seit der letzten landesweiten Brutvogelkartierung sind fast 15 Jahre vergangen und inzwischen hat sich Vieles verändert. Das gilt auch für die Vorkommen der Uferschwalbe, die stark von (künstlichen) Steilwänden abhängen. Deutschlandweit sind die Bestände rückläufig und die Art steht in mehreren Bundesländern auf der Roten Liste.

Um einen aktuellen Überblick zur Verbreitung und zur Bestandsgröße dieser Art zu erhalten, möchten wir die sächsischen Ornithologen gezielt zur Erfassung der Brutvorkommen der Uferschwalbe aufrufen. Nebenbei können auch weitere typische Bewohner von Steilufern und Abbaugebieten, wie Bienenfresser und Flussregenpfeifer, erfasst werden.

Zwischenauswertung 2019

In der Saison 2019 steuerten für die Kartierung der Uferschwalbe in Sachsen 36 Melder Daten bei. Insgesamt wurden 164 Kolonien kontrolliert, von denen 110 mit Uferschwalben besetzt waren. Die erfassten 9.728 Röhren ergeben einen Brutbestand von 4.601 Brutpaaren. Damit wurde bereits ein guter Teil der sächsischen Uferschwalben erfasst. Die Daten lassen allerdings auch noch Erfassungslücken vermuten. Diese sollen in der Saison 2020 geschlossen werden.

Die Zwischenauswertung der Uferschwalbenkartierung in Sachsen kann nachfolgend heruntergeladen werden.

Eine Karte mit den erfassten Kolonien der Uferschwalbe 2019 und 2020 ist nachfolgend zu sehen. Grüße Punkte kennzeichnen besetzte Kolonien, wobei die Kreisgröße in sechs Stufen die Koloniegröße widerspiegelt. Rote Kreise mit Kreuz kennzeichnen kontrollierte (potenzielle) Koloniestandorte, an denen keine Uferschwalbenröhren gefunden wurden.

Einstieg in das jährliche Monitoring Uferschwalbe

Auch in Sachsen soll das bundesweite Modul Uferschwalbe des Monitoring seltener Brutvögel (MsB) aufgebaut werden. Die Erfassung aller Kolonien bietet dafür eine gute Grundlage. Beobachter, die einmal jährlich eine Kolonie zwischen dem 11. und 31. Juli zählen wollen, teilen dies bitte dem Landeskoordinator Markus Ritz mit. Es wird dann in ornitho.de ein Zählgebiet angelegt und die Daten können direkt digital erhoben werden. Eine analoge Meldung ist natürlich auch weiterhin möglich.